Lö Trösenbeck Selbstversuche und andere Abenteuerlichkeiten

16Sep/090

In 80 Sekunden um die Welt (5): Moskau

Lö Trösenbeck ist ein Kind des Kalten Krieges. Man sprach in seiner Kindheit oft von der Roten Gefahr ("Red Scare"), welche vom Roten Platz ("Red Square") ausgeht. Kein Wunder wollte er eines Tages Auge in Auge mit dieser Gefahr stehen. Und die Enttäuschung war riesig: Der rote Platz ist eher ein Plätzchen als ein Platz.
Wegen diesem kleinen Platz, wo kaum eine Kutsche eine Runde drehen kann, herrschte Angst und Schrecken im Westen? Die Lüge des Kalten Krieges ist gefallen. Die Bewunderung des Kaschmirdiebs, der einst ein Kleinflugzeug auf dem Plätzchen zur Landung gebracht hatte, steigt.
Dass Moskau auch grosses zu bieten hat, beweist das Universitätsviertel. Das Hauptgebäude-Hochhaus ist beeindruckend. Weniger beeindruckt sind die Liftwächter des Hauses, als der Moskauwanderer versucht, den Lift in die weiten Höhen zu besteigen. Auch seine Hochstapelkünste als Professor Lö Trösenbeck nützen nichts. Ohne Einladung darf nicht Liftgefahren werden.
Trösenbeck wandert weiter. Am schönsten ist das Wandern im Gorkipark...

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12Sep/090

In 80 Sekunden um die Welt (4): Beirut

Immer wenn Lö Trösenbeck in Beirut ist, ist Ramadan. Einerseits bleiben in einigen Kneipen die Bierhähne geschlossen, in anderen hingegen fliesst der goldgelbe Saft besonders während dieser Zeit in Strömen. Zum Beispiel bei Henry im "American Dream". In Lö Trösenbecks Stammkneipe im Quartier Hamra herrscht leise Euphorie. Während Henry dem Reisenden einen billigen Whisky spendiert, erzählt einer der anwesenden Golf-Araber: "Ich komme jedes Jahr hier her. Zum Rauchen und Saufen. Nicht, dass ich in meinem Land nicht zum Rauchen und Saufen komme, aber während dem Ramadan ist es besonders schwer an guten Stoff zu kommen."
Das ist Beirut. Hort für die Unabhängigen der arabischen Welt. Bikini-Girls am TV. Verrücktheit. Und immer wieder ein bisschen Krieg.
Im shiitischen Viertel Dahiye, wo die Hisbollah alles unter Kontrolle zu haben glaubt, besucht Trösenbeck eine Moschee und lässt sich den Unterschied zwischen Schiiten und Sunniten erklären: "Das ist wie bei euch. Katholiken und Protestanten." - "Und was seid ihr dann?", fragt Trösenbeck. "Wir sind natürlich die Katholiken...", erklärt der Mann in der Moschee lachend. Lö Trösenbeck fühlt sich wohl in dieser Stadt.
Hässlichkeit und Schönheit. Das globale Chaos pur. Und immer wieder steigen Damen mit dicken Pflastern auf den Nasen aus dem Lift im Hotel "Mayflower", wo Trösenbeck abgsetiegen ist. Wenige Kilometer im Süden schiesst ein gelangweilter Hisbollah-Kämpfer eine Rakete auf Israel. Und eine Bekannte sagt, sie und ihr Mann hätten immer einen gepackten Koffer bereit.
Im christlichen Viertel Aschrafija gibt es keinen Ramadan, dafür köstlichen Wein. Ist dies das Beirut, wenn nicht gerade Ramadan ist?

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1Sep/090

Um die Welt in 80 Sekunden

Bevor Lö Trösenbeck seine Reise nach Globocity antrat, reiste er um die Welt. In 80 Sekunden bereiste er Deutschland, Polen, Finnland, Libanon, Russland, Malaysia, Singapur, Mongolei, China, Japan, Neuseeland, Samoa, USA, Spanien, Frankreich, Belgien und die Niederlande, . Hier die Rundreise in der Übersicht:

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