Globaler Rock’n'Roll im Norient
Lö Trösenbeck ist hocherfreut, das diesjährige Norient Musikfilm Festival ist voller wunderbarer Rock'n'Roll-Geschichten... mehr dazu und natürlich mit Trösenbecks neuestem Selbstversuch im Megafon vom Januar 2011, erhältlich hier. Alles zum Festival im Norient.
Und hier gibt's einen kurzen Einblick:
Ausdrucken...!
Viva Lo-Fi-Filmmaking…!
Aus der Not, kaum einen Groschen in der Tasche zu tragen, aber sich trotzdem gerne als Filmschaffender zu betätigen, hat Lö Trösenbeck die "NORIENT STYLE FILMMAKING"-Doktrin entworfen. Folgt ein verarmter, aber leidenschaftlicher Filmemacher diesem kleinen Regelwerk, entstehen meist die wundervollsten Werke. Und so lautet das Regelwerk:
1. Teures Equipment ist sinnlos. Als Norient-Style-Filmemacher begibt man sich gerne in gefährliche Situationen. Teure Mikrofone werden gerne gestohlen. Ab und zu gibt es wüste Schlägereien oder zärtliche Intimitäten, die sich mit kleinen Handycams viel besser filmen lassen als mit schweren Schulterkameras. Und sowieso, die Sonne oder das Neonlicht sind zwar manchmal giftig, dafür aber ehrlicher als Scheinwerfer.
2. Das Schreiben von Filmfördergesuchen sollte weitaus weniger Zeit in Anspruch nehmen als das Rumhängen mit potentiellen Protagonistinnen des Films. Erlaubt ist der Konsum jeglicher Drogen und Getränke sowohl beim Gesuchschreiben als auch beim Rumhängen. Spannend sind Filme aber meistens erst dann, wenn soviel Protagonistenrumhängerei statt gefunden hat, dass alles erzählt wird, auch wenn die Kamera läuft. Eine Produktion kann noch so teuer sein, Vertrauen zwischen Filmemacherinnen und Gefilmten kann nicht gekauft werden.
3. Das Filmteam ist so klein, dass es in einem Fiat Cinquecento Platz findet. Je intimer der filmische Rahmen desto spannender die Geschichten, die erzählt werden. Und ein Fiat Cinquecento bietet optimale Gelegenheit dazu.
4. Voice-Over von einem anonymen Sprecher oder von einer angeheuerten Schauspielerin sind verpönt, denn sie vermitteln den Eindruck, es gebe einen Gott, der alles erklären kann. Wenn es überhaupt
Göttinnen und Götter gibt, dann sind dies die Protagonistinnen und Darsteller. Also soll das Wort nur ihnen gehören.
5. Spass muss sein. Auch im globalen Chaos ist der Witz das schönste Gedicht.
Natürlich dürfen, müssen und wollen die Regeln gebrochen werden. In Kürze findet in Trösenbecks Wohnort das 1. NORIENT MUSIKFILM FESTIVAL statt. Betrachtet man den folgenden Trailer, hat man den Eindruck, Lö Trösenbecks Doktrin sei Grundlage der Kuratoren gewesen...
Ausdrucken...!
Trösenbeck im Norient
Lö Trösenbeck reist oft... zuweilen in Gedanken, ab und zu zum Teich in seinem Garten und, wenn er gerade ein paar Münzen im Geldsäckel hat, in die Weiten der Welt. Seine liebste Destination ist der Norient: Eine Welt jenseits von rückwärtsgewandten Konzepten wie Orient und Okzident, erste, zweite, dritte oder vierte Welt, Nord, Süd, Ost oder West. Er liebt die Orte, wo Globalisierung nicht nur ein Mittel zur übermässigen Profitanhäufung ist, sondern dort wo trotz Reibung und Reizen zwischen den Kulturen eine zukunftsträchtige friedliche Welt entstehen könnte. Wie wunderbar. Utopie?
Soeben hat er dem Musiknetzwerk norient einige seiner Fotografien zukommen lassen. Diese wurden nun zerstückelt und verarbeitet. Das Resultat ist der visuelle Teil der Performance "Sonic Traces From the Arab World":
Das Ganze wird in den kommenden Wochen und Monaten in verschiedenen Orten der Welt aufgeführt. Aktuelle Daten finden sich hier. (In zwei Wochen gibt's eine Aufführung im Zentrum, wo einst der grossartige deutsche Maler Paul Klee gewohnt hat: Zentrum Paul Klee, Bern.)
Ausdrucken...!

