Von fröhlichen Finnen und langweiligen Tanzfesten im Balkan
Wenn Filme wirklich die Welt verändern können, dann sicher indem sie mehr Verständnis für die wunderbare Welt der diversen Kulturen schaffen. Vielleicht könnten wir dank Filmen sogar ganz aufs Reisen verzichten. Einfach DVD rein schieben oder öffentlich-rechtliches Fernsehen einschalten und schon reisen wir durch die hinterletzten Ecken dieser Erde. Lö Trösenbeck machte den Test.
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Globaler Rock’n'Roll im Norient
Lö Trösenbeck ist hocherfreut, das diesjährige Norient Musikfilm Festival ist voller wunderbarer Rock'n'Roll-Geschichten... mehr dazu und natürlich mit Trösenbecks neuestem Selbstversuch im Megafon vom Januar 2011, erhältlich hier. Alles zum Festival im Norient.
Und hier gibt's einen kurzen Einblick:
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Kauft mehr Räucherstäbchen
Ein wunderbarer Film über den Norient... auch zehn Jahre nach der Realisierung des Dokumentarfilms "Buy More Incense" (Kauft mehr Räucherstäbchen), darf über die herrliche Zerstörung von Klischees gelacht werden. Lecker und schön antikolonialistisch. Lö Trösenbeck, Mitverfasser der deutschen Untertitel, ist hocherfreut, dass der Film über die indischen, pakistanischen und bangladeschi Musikanten in London und Birmingham nun vollständig und gratis online angeschaut werden kann. Genau HIER IM NORIENT.
Da ein kurzer Ausschnitt:
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Das Vuvuzela-Manifest
"Verflucht sind die Fernsehkommentatoren, die das Summen der Vuvuzela dauerverurteilen...! Dieser Haufen neokolonialistischer, rassistischer Europäer sollte so schnell wie möglich aus den Reporter-Kabinen entfernt und auf den Mond geschossen werden. Muss man einen Putzschwamm statt einem Gehirn zwischen den Ohren haben, wenn man Fernsehsprecher werden will?"
Das sind die Gedanken Lö Trösenbecks nach dem Konsum der ersten WM-Spiele. Er liebt sie nämlich, die Tröte aus Südafrika... und wäre gern im Besitz einer solchigen.
Mit der Hoffnung, jemand lese diese Zeilen, erbarme sich seiner und schicke ihm sofort dieses wunderbare Flöteninstrument, hat Lö Trösenbeck nun das Manifest der Vuvuzela erschaffen:
1. Der Ton der Vuvuzela ist der Urton und soll deshalb auch gebührend verehrt werden.
2. Der Ton der Vuvuzela im Chor ist die Stimme Gottes und Satans in einer Person und soll deshalb mit Bier und Pommes Chips beräuchert werden.
3. Die Form der Vuvuzela ist sexuelle Erfüllung für Frau und Mann und soll deshalb zur Herstellung des ewigen Friedens und der ewigen Liebe verwendet werden.
4. Die Handhabung der Vuvuzela ist Kunst und Banalität zugleich und soll deshalb zur Basis aller Erziehung werden.
5. Die Symbolkraft der Vuvuzela ist die Hoffnung der Globalisierung von Unten und soll deshalb mit Respekt und Würde behandelt werden.
6. Es lebe die Vuvuzela. Hurra, hurra, hurra. Es lebe die Vuvuzela. Olé Ola Oh Cha Cha Cha...!
Lö Trösenbeck freut sich auf Geschenke... und empfiehlt denjenigen, die der Klang der Vuvuzela nicht völlig erfüllt, einen Besuch auf der neuen norient-Webseite, wo noch ganz anderes Wunderbares aus der Klangwelt Südafrikas entdeckt werden kann.
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Viva Lo-Fi-Filmmaking…!
Aus der Not, kaum einen Groschen in der Tasche zu tragen, aber sich trotzdem gerne als Filmschaffender zu betätigen, hat Lö Trösenbeck die "NORIENT STYLE FILMMAKING"-Doktrin entworfen. Folgt ein verarmter, aber leidenschaftlicher Filmemacher diesem kleinen Regelwerk, entstehen meist die wundervollsten Werke. Und so lautet das Regelwerk:
1. Teures Equipment ist sinnlos. Als Norient-Style-Filmemacher begibt man sich gerne in gefährliche Situationen. Teure Mikrofone werden gerne gestohlen. Ab und zu gibt es wüste Schlägereien oder zärtliche Intimitäten, die sich mit kleinen Handycams viel besser filmen lassen als mit schweren Schulterkameras. Und sowieso, die Sonne oder das Neonlicht sind zwar manchmal giftig, dafür aber ehrlicher als Scheinwerfer.
2. Das Schreiben von Filmfördergesuchen sollte weitaus weniger Zeit in Anspruch nehmen als das Rumhängen mit potentiellen Protagonistinnen des Films. Erlaubt ist der Konsum jeglicher Drogen und Getränke sowohl beim Gesuchschreiben als auch beim Rumhängen. Spannend sind Filme aber meistens erst dann, wenn soviel Protagonistenrumhängerei statt gefunden hat, dass alles erzählt wird, auch wenn die Kamera läuft. Eine Produktion kann noch so teuer sein, Vertrauen zwischen Filmemacherinnen und Gefilmten kann nicht gekauft werden.
3. Das Filmteam ist so klein, dass es in einem Fiat Cinquecento Platz findet. Je intimer der filmische Rahmen desto spannender die Geschichten, die erzählt werden. Und ein Fiat Cinquecento bietet optimale Gelegenheit dazu.
4. Voice-Over von einem anonymen Sprecher oder von einer angeheuerten Schauspielerin sind verpönt, denn sie vermitteln den Eindruck, es gebe einen Gott, der alles erklären kann. Wenn es überhaupt
Göttinnen und Götter gibt, dann sind dies die Protagonistinnen und Darsteller. Also soll das Wort nur ihnen gehören.
5. Spass muss sein. Auch im globalen Chaos ist der Witz das schönste Gedicht.
Natürlich dürfen, müssen und wollen die Regeln gebrochen werden. In Kürze findet in Trösenbecks Wohnort das 1. NORIENT MUSIKFILM FESTIVAL statt. Betrachtet man den folgenden Trailer, hat man den Eindruck, Lö Trösenbecks Doktrin sei Grundlage der Kuratoren gewesen...
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Auf und davon in den NORIENT
Lö Trösenbeck hat verzweifelt versucht, seinen Schweizer Pass in einen schwedischen umzutauschen. Leider hat er keinen Schweden gefunden, der so klein und dunkelhäutig wie er ist und dessen Pass den Tausch ermöglichen würde. Also bleibt nur die Flucht. Das Ziel: der NORIENT...
Für alle, denen die Flucht nicht gelingt, hilft das erste norientalische Musikfilmfestival (Details, siehe links). Lö Trösenbeck hat einiger der Filme ausgewählt und auch eine Geschichte zum NORIENT geschrieben, einmal mehr exklusiv veröffentlicht im Montasblatt Megafon.
Nun muss Trösenbeck den Korken lösen... es herrscht Silvester und Lö schreit "Hurra, hurra, hurra, 2010 ist schon fast da...".
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Trösenbeck im Norient
Lö Trösenbeck reist oft... zuweilen in Gedanken, ab und zu zum Teich in seinem Garten und, wenn er gerade ein paar Münzen im Geldsäckel hat, in die Weiten der Welt. Seine liebste Destination ist der Norient: Eine Welt jenseits von rückwärtsgewandten Konzepten wie Orient und Okzident, erste, zweite, dritte oder vierte Welt, Nord, Süd, Ost oder West. Er liebt die Orte, wo Globalisierung nicht nur ein Mittel zur übermässigen Profitanhäufung ist, sondern dort wo trotz Reibung und Reizen zwischen den Kulturen eine zukunftsträchtige friedliche Welt entstehen könnte. Wie wunderbar. Utopie?
Soeben hat er dem Musiknetzwerk norient einige seiner Fotografien zukommen lassen. Diese wurden nun zerstückelt und verarbeitet. Das Resultat ist der visuelle Teil der Performance "Sonic Traces From the Arab World":
Das Ganze wird in den kommenden Wochen und Monaten in verschiedenen Orten der Welt aufgeführt. Aktuelle Daten finden sich hier. (In zwei Wochen gibt's eine Aufführung im Zentrum, wo einst der grossartige deutsche Maler Paul Klee gewohnt hat: Zentrum Paul Klee, Bern.)
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