Lö Trösenbeck Selbstversuche und andere Abenteuerlichkeiten

5Aug/110

Endlich eine Partei für Abzocker…!!!

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1Aug/110

Nationalhymne singen

Lö Trösenbeck empfiehlt am Schwedischen Nationalfeiertag das Singen der Hymne:
 

 
...wer lieber hört, statt liest, soll sich den Samstag, 6. August dick in die Agenda schreiben oder tippen oder fingern... dann liest Lö Trösenbeck wieder einmal:
Zur Eröffnung des neuen Lokals Wartsaal in der Berner Lorraine liest Trö. kneip(p)iges...!!!

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8Jul/110

…bin dann mal weg

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31Mai/100

Hoffnung aus dem Hinterwald

Nach einer durchzechten Freitagnacht in der Aussenwelt - Lö Trösenbeck zeigte seine Retropornofilm-Sammlung anlässlich einer Schliessungszeremonie eines ehemaligen Sex-Kinos und wurde mit sehr viel Alkohol dafür belohnt - verbrachte der Schreiber dieser Zeilen den Samstagabend im inneren Exil vor dem Fernsehapparat. Obwohl Teilzeit-Faghag schaffte es Lö Trösenbeck nicht, nur eine Sekunde seines Lebens an die musikalischen Darbietungen am diesjährigen Eurovision Song Contest zu vergeuden, verpasste aber keine Minute der abschliessenden Länderjurierung der Schlager. Jeweils ein zeithistorisches Phänomen, das schon vorher spannende Fragen aufwirft: Wird Israel dem deutschen Favoriten eine Stimme geben? Erhält der ebenfalls als Tophit gehandelte Beitrag der Türkei die Stimmen aus Armenien? Und wird Grossbritannien auch nur eine Stimme aus Irland erhalten?

Das Resultat spricht Bände: Der EURO-Rettungspilot Deutschland wird belohnt dafür, die Deutschmark nicht wieder einzuführen (auch ohne Stimmen aus Israel*). Das europäische Land Türkei wird Nummer Zwei (auch ohne Stimmen aus Armenien). Und Grossbritannien wird Letzter (trotz vier Stimmen aus Irland). Und das Land der Berge? Herr von der Heide, Repräsentant, hatte es nicht einmal in den Final des Schlager Wettbewerbs geschafft, war sogar auf dem letzten Platz in der Vorausscheidung. Das Steuerhinterziehungsgeheimnis macht die Schweiz nicht beliebter. Dafür wird jetzt gemunkelt, der neue SRG-Direktor Roger de Weck spreche persönlich bettelnd beim deutschen Eurovisionshelden Stefan Raab vor: Der Unterhaltungshirte Raab soll nach dem Erfolg seines Lämmchens Lena auch sein Schäfchen Stefanie Heinzmann aus dem Schweizer Hinterwald erfolgreich an den Eurovisionswettbewerb bringen. Diesmal für die Schweiz! Die Schlagerfans aus dem Land der Berge dürfen wieder einmal hoffen. Die Stefanie soll eine Re-Make des Eurovisionshits "Swiss Lady" von Pepe Lienhard machen... in einer hippen Kuduro-Baile-Funk-Grime-Version...! Die Stimmen aus Portugal und England sind garantiert.


*Dürfen die Palästinenser beim Eurovision Schlagerwettbewerb auch stimmen?

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26Mai/100

Fussball-WM-Alarm für Schweden & Schweizer

Die Fussball-WM naht... ja, Fussball ist schön, findet auch Lö Trösenbeck. Das Einzige, was nervt, sind die pseudo-coolen Hobby-Patrioten und Patriotinnen, die bald wieder mit diesen Nationalflaggen-Shirts durch die Fanzonen der Welt wandeln. Am Meisten nerven den Trösenbeck seine eigenen Landsmänner und -damen, mit ihren Schweizer Flaggen. Statt Jammern, schafft Trösenbeck Abhilfe mit einem eigens kreierten T-Shirt.
Er würde sich freuen, wenn er bei dieser Aktion unterstützt wird. Kaufen Sie ein Shirt hier. Danke und viel Spass in der Fanzone...!!!

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12Mai/100

Land der Verbote

Lö Trösenbeck hasst zwar den Karneval, ist aber immer wieder erfreut, wenn mit ein wenig Verschleierung das Männerherz geneckt wird. Ist die Verschleierung erzwungen, insbesondere aus religiös-patriarchalischen Gründen, muss auch Trösenbeck eingestehen, dass darob in ihm ein wenig Ärger kocht. Die Burkas und Tschadors der Musliminnen, die langen Röcke der fundamentalistischen Christinnen oder die langen Ärmel und Perücken der ultraorthodoxen Jüdinnen passen besser in den Kleiderschrank als auf die Strasse. Eine Ausnahme bildet der Turban des Sikh. Welch Pracht! Lö Trösenbeck wär gerne Sikh.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über Gott sowieso. Aber die im Moment laufende Debatte Europas über das so genannte Burka-Verbot ist hirnrissig. Im Land der Berge sind Trägerinnen einer Ganzkörperverschleierung gern gesehene Gäste in Juwelierläden. Unter den Schleiern sollen laut Gerüchten Edelsteine in Millionenhöhe blitzen. Im europäischen Alltag hat Lö Trösenbeck jedoch noch nie eine Ganzkörperverschleierte gesehen. Sichtungen fanden auf seinen Ausflügen nach Ägypten, Süd-Beirut und Malaysia statt, allerdings war auch dort nur eine winzig kleine Minderheit der Damen von Kopf bis Fuss verhüllt. Ein Burka-Verbot in Europa ist also fast so absurd wie ein Burka-Verbot in einem muslimischen Land.
Wahrscheinlich ist ein solches Verbot ebenso sinnvoll wie ein Verbot von Sex in Gummistiefeln. Politiker aber befassen sich gern mit Nebensächlichkeiten, um sich nicht um gravierende Probleme kümmern zu müssen. Opfer werden dann meist Bevölkerungsminderheiten. Das ist heute fast gleich wie vor einem Dreivierteljahrhundert.
Eines dieser kaum beacheteten grossen Probleme Europas ist der wachsende Nationalismus. Wäre es nicht sinnvoll, nationale Symbole zu verbieten? Im Land der Berge könnte man Schweiz-Symbole verbieten: Kreuze, Edelweisse und der ganze Kram. Tulpen aus der holländischen Tourismus-Werbung verbannen. In Spanien den Stierkampf abschaffen. Europa würde vieleicht gerettet.

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12Feb/100

Bümpliz derrière la lune…

Bümpliz - DVD

"A Bümpliz derrière la lune", also auf Bümpliz hinter dem Mond, gehen die Welschen, die französisch-sprechenden Schweizerinnen, wenn sie ans Ende der Welt reisen, an die Orte, wo sich Fuchs und Hase Gutenacht sagen.
Das real-existierende Bümpliz allerdings ist mittendrin. Wohl kaum ein Quartier in der Schweiz, das globaliserter erscheint. Gleichzeitig ein Stück heile Schweiz. Urban. Ländlich. Agglomeration und Stadt zugleich - wie fast überall, bewegt man sich im bevölkerungsreichen Mittelland Helvetiens. Hochburg der rechtsextremen Schweizerisch Völkischen Partei, aber auch wunderbar multikulturell. Und grün. Und rot. Und - last, but not least - immer wieder von Schweizer Popstars besungen.
Über dieses Quartier werden in letzter Zeit immer wieder Filme gedreht. Das wohl erste grössere Werk zum berühmt-berüchtigsten Stadtteil der Schweizer Hauptstadt Bern entstand vor etwa sechs Jahren. Lö Trösenbeck hat damals am Drehbuch mitgebastelt und deutsche sowie englische Untertitel für die DVD gedichtet. Ein paar Exemplare des Films sind immer noch erhältlich: à Bümpliz derrière la lune oder an dieser Adresse: Bümpliz. Und hier ein kleiner Einblick:

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2Feb/100

Wo sind die moralischen Apostel?

Ein seltsamer Zustand herrscht im Land der Berge, wo Lö Trösenbeck nach kurzer Flucht, wieder Einzug gehalten hat. Das igelige Paradies im Herzen Europas ist empört - oder zumindest ein Grossteil der raubkapitalismus-freundlichen Mehrheit der Regierung und des Parlaments. Empört, weil die Nachbarn aus dem Norden Diebesgut zurückfordern. (Und dafür selber einen Dieb angestellt haben.)
Warum dieses Entsetzen, fragt sich der hier Schreibende. Im von der christlichen Moral geprägten Land lernt man schon im Kindergarten, "du sollst nicht stehlen" (Exodus 20,2-17 im Buch Moses). Wenn das kleine Kind ein Spielzeug, das dem gesamten Kindergarten gehört, nimmt und an einen anderen Ort bringt, gehört das Spielzeug nicht automatisch dem Kind. Wenn also jemand - und hier handelt es sich nicht um ein mittelloses naives Kind, sondern meistens um einen steinreichen, gewievten Bonzen - Steuergeld in ein anders Land schleppt, damit er die Gemeinschaft nicht damit beglücken muss, ist er ein Dieb. Und wenn der Bestohlene einen Dieb beauftragt, das Geld zurück zu holen, weil das Land mit dem versteckten Geld sich weigert, gestohlenes Geld freiwillig rauszurücken, ist das doch moralisch nicht so schlimm, oder?
Aber nein, im Land der Berge heulen die moralischen Apostel über die Unverschämtheit der Bestohlenen. Es ist beschämend.

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31Dez/090

Auf und davon in den NORIENT

Festivalplakat von Pantichrist

Festivalplaket vom Pantichrist


Lö Trösenbeck hat verzweifelt versucht, seinen Schweizer Pass in einen schwedischen umzutauschen. Leider hat er keinen Schweden gefunden, der so klein und dunkelhäutig wie er ist und dessen Pass den Tausch ermöglichen würde. Also bleibt nur die Flucht. Das Ziel: der NORIENT...
Für alle, denen die Flucht nicht gelingt, hilft das erste norientalische Musikfilmfestival (Details, siehe links). Lö Trösenbeck hat einiger der Filme ausgewählt und auch eine Geschichte zum NORIENT geschrieben, einmal mehr exklusiv veröffentlicht im Montasblatt Megafon.
Nun muss Trösenbeck den Korken lösen... es herrscht Silvester und Lö schreit "Hurra, hurra, hurra, 2010 ist schon fast da...".

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30Nov/091

Weg mit dem Kreuz…!!!

Minarette sind schön

Minarette sind schön

Es ist ein Kreuz mit der direkten Demokratie. Eigentlich sollte man sie lieben, aber dennoch, wenn sie von einer hasserfüllten, angstschürenden Clique missbraucht wird, wird einem übel.
Wieviele dieser 57% Schweizer schauen sich die Filme zum Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust an und fragen sich danach, wie konnte so etwas nur passieren? "Wieder mal typisch, die Deutschen", werden viele sagen. Aber dass das Phänomen des Faschismus ähnlich begonnen hat, wie die traurige Erfolgsgeschichte der Minarettsinitiative, ist wohl nur wenigen bewusst. Statt die wirklichen Probleme der krisengeschüttelten Gesellschaft zu lösen, werden Ängste und Hass auf eine Bevölkerungsminderheit gerichtet.

Die neue Schweizer Flagge

Die neue Schweizer Flagge

Heute Muslime, morgen vielleicht wieder Juden, Linke, Schwule und Zigeuner.
Vor wenigen Wochen wurde der Mauerfall in Berlin gefeiert. Jetzt zimmert man neue Mauern. Eigentlich wären Türme viel schöner als Mauern*. Sie erweitern die Weitsicht. Aber Weitsicht lässt sich wohl nicht so leicht verkaufen.
Immerhin sollten wir jetzt konsequent sein, in diesem eigentlich ganz wunderbaren Land der Berge. Jetzt werden Minarette verboten. Warum nicht gleiche alle religiösen Symbole verbieten? Keine so schlechte Idee. Immerhin leben viele verschiedene Religionsgemeinschaften in der Schweiz und eine beträchtliche Anzahl ist atheistisch oder gehört gar keiner Religion an. Wenn wir alle Symbole verbieten, könnte das auch den Religionsfrieden bedeuten. Niemand nervt sich mehr an Halbmonden, Kirchtürmen, Davidsternen, Hindugottheiten und dicken Buddhas. Ein Anfang, wäre das Verbot des Kreuzes. Ja, wir starten eine Initiative zur Verbannung des Kreuzes in der Schweizer Flagge! Sähe doch schön aus. Einfach eine rote Flagge. Weg mit dem Kreuz...!!!

(*Werbung in eigener Sache: Neuer Trösenbeck-Artikel über seine Turmsammlung in der Dezember-Ausgabe des Monatsblattes Megafon.)

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